Schließung des Kinderland Kunterbunt

Pressebericht zur Schließung des “Kinderland Kunterbunt” (11.9.2010)
SPD Altenstädt bedauert Schließung von „Kinderland Kunterbunt“

Nun ist es offiziell: Der Verein zur Kinderbetreuung von Kleinkindern, das „Kinderland Kunterbunt“, musste am 1.9.2010 nach 17 Jahren erfolgreicher Arbeit seine Pforten im Heinrich-Schröder-Haus schließen. „Das ist sehr schade!“, so Ortsvorsteher Bernd Ritter. Das Kinder-land war nicht nur ein Aushängeschild Altenstädts, sondern viele Kinder aus dem Dorf – da-von viele inzwischen erwachsen - würden mit dem Kinderland eine tolle Erfahrung verbinden, die sie mit ins weitere Leben genommen, so Ritter weiter. Dem Verein und seinen aktiven Helfern gebührten besonderer Dank und Anerkennung.

Aber der Grund für die Schließung ist ironischer Weise gerade eine Verbesserung der Kinderbetreuung der Stadt Naumburg. „Dies haben wir im Ortsbeirat schon lange gefordert und in 2008 eine Initiative zur Erweiterung der Kinderbetreuungsangebotes angestoßen“, so Ritter. Dabei war dem Ortsbeirat durchaus bewusst, dass die Betreuung durch das Kinderland an 2 Tagen zu je 3 Stunden darunter leiden würde, denn das Kinderland konnte lediglich eine pädagogische Ergänzung sein mit begrenzter zeitlicher Entlastung der Eltern mit Kindern von 2-4 Jahren.

Bürgerforum der SPD

HNA-Bericht vom 30.12.2008

Arme Stadt mit Randlage
Bürgerforum der Naumburger SPD beschäftigte sich mit dem Thema Gerechtigkeit

Naumburg. Das Thema Gerechtigkeit stand im Mittelpunkt eines erstmals von der Naumburger SPD veranstalteten Bürgerforums.

Bernd Ritter, Ortsvorsteher von Altenstädt, berichtete über die ungleiche Belastung von Grundstückseigentümern bei der Heranziehung zu Straßenbeiträgen. Er wies darauf hin, dass der Bau und die Unterhaltung von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen mit Steuergeld finanziert werde, während nur bei den Gemeindestraßen die Bürger zwischen 25 und 75 Prozent der Kosten direkt aufbringen müssten. Die unterschiedlichen Prozentsätze hingen davon ab, ob es sich um Durchgangs- oder Anliegerstraßen handele. Erklären könne man das kaum jemanden, so Ritter.

Straßenbeiträge

Die Beitragshöhe werde nach der Grundstücksgröße bemessen. Lage und Nutzung oder gar die Einkommensverhältnisse der Grundstückseigentümer spielten keine Rolle. Ungerechtigkeiten, Rechtsstreitigkeiten und Stundungsanträge, verbunden mit einem hohen Verwaltungsaufwand, seien die Folge.
Dies alles wäre nach Ansicht des Ortsvorstehers vermeidbar, wenn auf die Erhebung von Straßenbeiträgen nach dem Vorbild anderer Kommunen ganz verzichtet würde. Alternativ sei es denkbar, die Grundsteuern zu erhöhen und zweckgebunden für den Straßenbau einzusetzen.
Das zweite Thema: die unterschiedliche Finanzausstattung der Städte und Gemeinden. Erster Stadtrat Udo Umbach sagte, es sei kein Zufall, dass die am höchsten verschuldeten Kommunen an den Rändern des Landkreises Kassel liegen. Aufgrund der rückläufigen Einwohnerentwicklung sei zu befürchten, dass die Kluft zwischen armen und reichen Kommunen noch größer werde.

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