Pressebericht zur Schließung des “Kinderland Kunterbunt” (11.9.2010)
SPD Altenstädt bedauert Schließung von „Kinderland Kunterbunt“
Nun ist es offiziell: Der Verein zur Kinderbetreuung von Kleinkindern, das „Kinderland Kunterbunt“, musste am 1.9.2010 nach 17 Jahren erfolgreicher Arbeit seine Pforten im Heinrich-Schröder-Haus schließen. „Das ist sehr schade!“, so Ortsvorsteher Bernd Ritter. Das Kinder-land war nicht nur ein Aushängeschild Altenstädts, sondern viele Kinder aus dem Dorf – da-von viele inzwischen erwachsen - würden mit dem Kinderland eine tolle Erfahrung verbinden, die sie mit ins weitere Leben genommen, so Ritter weiter. Dem Verein und seinen aktiven Helfern gebührten besonderer Dank und Anerkennung.
Aber der Grund für die Schließung ist ironischer Weise gerade eine Verbesserung der Kinderbetreuung der Stadt Naumburg. „Dies haben wir im Ortsbeirat schon lange gefordert und in 2008 eine Initiative zur Erweiterung der Kinderbetreuungsangebotes angestoßen“, so Ritter. Dabei war dem Ortsbeirat durchaus bewusst, dass die Betreuung durch das Kinderland an 2 Tagen zu je 3 Stunden darunter leiden würde, denn das Kinderland konnte lediglich eine pädagogische Ergänzung sein mit begrenzter zeitlicher Entlastung der Eltern mit Kindern von 2-4 Jahren.
Inzwischen bietet der städtische Kindergarten eine Betreuung ab 2 Jahren an sowie eine ergänzende Ganztagesbetreuung im Naumburger Kindergarten, eine positive Entwicklung, mit der Altenstädt auch an Attraktivität gewinnt, so Ritter abschließend.
„Nun müssen wir über die weitere Nutzung der Räumlichkeiten im Heinrich-Schröder-Haus nachdenken“, so Yvonne Franke, erste Vorsitzende des SPD-Ortsvereins. Das Heinrich-Schröder-Haus wurde in 2001 für etwas 500.000€ saniert, wobei aufgrund der enthaltenen Räumlichkeiten für das „Kinderland Kunterbunt“ – ein Hauptprojekt der Dorferneuerung –das Projekt als sogenannte „kommunalersetzende Maßnahme“ durchgeführt wurde, dass heißt die Ev. Kirche hat neben der privaten Förderung durch die Dorferneuerung erheblich weitere Fördermittel von Land und Stadt bekommen. Somit hoffe man, so Franke weiter, dass die Räumlichkeiten weiterhin auch für nicht-kirchliche Nutzungen zur Verfügung stehen werde.
„Hierzu würden wir gerne über den Ortsbeirat Gespräche mit dem Kirchenvorstand und der Stadt suchen“, so Franke weiter. Ideen und Vorschläge hat die SPD bereits, die mit den Al-tenstädter Bürgerinnen und Bürgern noch diskutiert und ggf. erweitert werden sollen. So könne man sich z.B. sein „Seniorenkaffee“ mit ehrenamtlicher Unterstützung vorstellen, da-neben könnte der Raum zusätzlich für eine Krabbelgruppe oder auch für einen abendlichen Treff von Gruppen genutzt werden.
„Dazu müsste man natürlich noch Regelungen finden und auch Menschen, die das Angebot unterstützen und annehmen würden“, so Franke weiter. Aber gerade eine Nutzung für Fami-lien und Senioren würde ein attraktives Angebot darstellen – Bedarf gibt es hier bestimmt, so Franke abschließend.